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„Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern. So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern.“ (EG 16)
Liebe Gemeinde,
in den Wochen vor Weihnachten sehen wir so viele Sterne wie sonst in keiner Jahreszeit. Sie sind aus der Weihnachtsdekoration nicht wegzudenken. Wir sehen sie in den Fenstern der Häuser, in den Geschäften. In den Straßen mancher Großstadt sind manchmal so viele Leuchtsterne aufgehängt, dass man die Sterne am Himmel kaum mehr sehen kann.
Aus den unterschiedlichsten Materialien in verschiedenen Formen und Farben begegnen uns Sterne. Manche schenken uns ihr Licht, manchmal künstliches, ein andermal Kerzenlicht, andere sind selbst gebastelt, wie zum Beispiel viele Sterne aus Goldpapier, Holz oder Stroh. Wir alle wissen, dass die Sterne zur Advents- und Weihnachtszeit gehören, weil sie uns daran erinnern, dass es ein Stern war, der Wegweiser zum Kind in der Krippe war. Menschen, die auf diesen besonderen Stern achteten, wurden zur Krippe und zu Jesus geführt.
Die verschiedenen Sterne können aber auch jeweils besondere Geschichten erzählen oder eine besondere Symbolik entfalten. Ein Stern, der leuchtet und Licht im Dunkeln verbreitet, kann uns erinnern, dass Jesus im Johannesevangelium sagt: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Er will, dass jeder Mensch – selbst in der größten Dunkelheit seines Lebens – weiß: Jesus will ihm Licht und Heil sein.
Ein silberner oder goldener Stern mag sagen: Ich weise über mich hinaus. Viel wertvoller noch als Gold und Silber, wertvoller als Geld und Gut ist der, an dessen Geburt ich erinnere. Der Stern aus Holz oder aus Stroh könnte sagen: Denkt daran, dass es ein Stall war, in dem das Jesuskind zur Welt kam, dass es in einer Krippe lag und auf Stroh gebettet wurde.
Es war ein Ort der Armut, an dem Jesus damals lag. Dieser Geburtsort zeigt schon an, auf wessen Seite Jesus stand und steht. Seine ganz besondere Option für die Armen, für die Benachteiligten und für diejenigen, die am Rand der Gesellschaft stehen, wird schon bei der Geburt, wird im Stall deutlich. Die Strohsterne erinnern mich daran, auch immer wieder Partei zu ergreifen für diese Option, auch und gerade in diesen Wochen des Jahres.
Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit und frohe Weihnachten!
Ihr Pfarrer Sebastian Schiling








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